Effekte schwacher, niedrig frequenter elektromagnetischer Felder auf humane Zellen

English Version

Hintergrund neuer Untersuchungen schwacher, niedrig frequenter elektromagnetischer Felder (extremely-low-frequency, ELF-EMF) sind Ergebnisse, die eine positive Wirkung in der klinischen Anwendung, z.B. im Heilungsprozess von Knochenbrüchen, beschreiben.

Darauf aufbauend untersuchte die Gruppe um Zhang et al. (Electromagn. Biol. Med. 2007;26(3):167-77) die Auswirkung von ELF-EMF bei 15 Hz unter Anwendung applizierter sinus-, triangulärer- oder trapezförmiger Felder in knochenbildenden Zellen (Osteoblasten). Bei der Betrachtung verschiedener biologischer Faktoren wurden unterschiedliche Effekte der einzelnen Feldformen detektiert, wodurch geschlussfolgert wurde, dass die Wellenform ein ganz entscheidender Parameter beim Auslösen einer zellulären Antwort sein könnte. Eine weitere Gruppe befasste sich mit der Aktivierung von Genen in menschlichen mesenchymalen Stamm- sowie Knorpelzellen (Chondrozyten) mit gepulsten elektromagnetischen Feldern (BEMER Typ; http://www.bemer3000.com/sysa/bemer-signal.html).

Sie kamen zu dem Ergebnis, dass schwache, niedrig frequente elektromagnetische Felder scheinbar bei einigen wenigen Genen in der Zellmatrixdynamik und Zellstoffwechsel/Energiebalance involviert sind, ein Nachweis für eine Beteiligung an der Entstehung bösartiger Tumoren jedoch nicht erfolgen konnte.