Bioethik

Die Ethik an sich beschäftigt sich mit der Moral von menschlichem Handeln auf allen Ebenen, während die Bioethik sich mehr mit dem Umgang von Menschen und ihrer belebten Umwelt befasst. Dabei spielt nicht nur die Natur eine Rolle, sondern auch biotechnische Anwendungen und die Medizin. Der Begriff Bioethik ist zwar vielen Menschen nicht geläufig, doch sie beschäftigen sich zum Teil intensiv mit verschiedenen moralischen Fragen. Wann darf ein Leben beendet werden und wann kann man davon sprechen, dass Leben entstanden ist sind dabei nur zwei Fragen, die die Bioethik beantworten soll.

Fortschritte in den Bereichen Medizin und Technik verändern und erweitern immer schneller die vorhandenen Möglichkeiten und die Gesellschaft, die Politik und die Wissenschaft versuchen die damit verbundenen Fragen der Ethik zu beantworten. Nur so können Regelungen und Gesetze entstehen, die nicht zu einem Werteverfall führen und damit die Gesellschaft als Ganzes zu einer negativen Entwicklung verleiten. Wenn ungeborenes Leben zu Forschungszwecken im Reagenzglas und vielleicht auch zu verspäteten Abtreibungen führt, stellt sich die Frage ob das ethisch vertretbar ist, ebenso wie bei der Forschung mit Stammzellen. Wenn die Würde einer Person damit erlischt, dass sie im Wachkoma liegt und man dann mit ihr Forschungen betreiben darf, in die nicht eingewilligt wurde, stellt sich ebenfalls die Frage nach der Ethik.

Auch das aktive Beenden eines menschlichen Lebens ist eine bioethische Frage, über die immer wieder diskutiert wird und wenn bei der Pflege kranker und alter Menschen der medizinische Fortschritt über der persönlichen Betreuung steht, stellt sich hier ebenfalls die Frage nach der Bioethik. Der Bereich der Bioethik ist also groß und es gibt viele kritische Diskussionen, die dazu beitragen sollen, dass Entscheidungen gefällt werden, die moralisch nicht verwerflich und gleichzeitig an den Fortschritt angepasst sind.

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